Remsecker Bürger ist verwundert, Westrandbrücke suggeriert den falschen Standort.

 

Nachfolgend stellen wir einen Brief an die Stadt Remseck und die Antwort der Verwaltung vor:

An:

Minister Winfried Hermann,
Oberbürgermeister Dirk Schönberger,
Gemeinderat Remseck a.N.

Bitte um Unterlassung: Verwendung des Begriffes „Westrandbrücke“

30. Dezember 2019

Sehr geehrte Herren Minister Hermann, Oberbürgermeister Schönberger, verehrter Gemeinderat,

noch immer wird im Zusammenhang mit dem fiktiven Neubauprojekt im Herzen der Stadt Remseck sowie einem entsprechenden Bürgerentscheid der Begriff „Westrandbrücke“ verwendet. Diese Brücke soll nur 200m von der neuen Mitte Remsecks – und keineswegs am Westrand der Stadt – entstehen. Daher betrachten wir die Verwendung des Begriffes Westrandbrücke als eine bewusste Irreführung der Bevölkerung durch die Befürworter dieses Bauvorhabens. Die geografische Bezeichnung „Westrand“ ist somit im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Bauvorhaben völlig missverständlich und sinnlos und darf daher auch in entsprechenden Pressetexten oder gar einem objektiven Bürgerentscheid NICHT verwendet werden! Wir bitten Sie daher den Begriff „Westrandbrücke“ in Ihrem Sprachgebrauch künftig zu unterlassen sowie alle Veröffentlichungen dahin gehend zu überprüfen bzw. zu korrigieren (inkl. Web-Präsenz der Stadt Remseck). Bitte signalisieren Sie uns schriftlich Ihr Einverständnis bis Ende Januar damit uns ggf. genügend Zeit für rechtliche Schritte vor einem Bürgerentscheid bleibt.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

 

… und hier die Antwort vom Oberbürgermeister Dirk Schönberger:

 

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Gerne möchte ich Ihnen auf Ihre Anfrage antworten. Der Begriff „Westrandbrücke“ steht als Arbeitstitel für eine Brücke, die am westlichen Rand der Neuen Mitte Remseck entstehen könnte. Sofern der Bau der Westrandbrücke am 26.7.2020 beim Bürgerentscheid befürwortet wird, bleibt dieser Titel erhalten, bis die Brücke fertiggestellt ist. Anschließend kann die Brücke gerne einen neuen Namen bekommen. Gerne nehmen wir auch schon vorab Vorschläge entgegen. Eine Irreführung der Bürgerinnen und Bürger wie in Ihrem Schreiben formuliert, ist dadurch nicht gegeben. Wir werden im Zuge des Bürgerentscheids einen Bürgerdialog starten, um die Remsecker Bürgerinnen und Bürger umfassend und über verschiedene Kanäle zu informieren. Dazu gehört natürlich auch der Standort einer möglichen neuen Neckarquerung. Es wird eine Online-Plattform und Veranstaltungen sowie Informationsstellen in jedem Stadtteil geben. Wir werden die Bevölkerung aufrufen, sich aktiv am Prozess zu beteiligen und ihre Pro- und Contra-Argumente einzubringen. Ich kann Ihrer Bitte daher nicht nachkommen. Ich würde mich jedoch freuen, auch Sie nutzen den Bürgerdialog und den Bürgerentscheid, um Remseck am Neckar aktiv mitgestalten zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schönberger
Oberbürgermeister

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