Zusammenfassung einer Pressemitteilung zur Westrandbrücke in der Stuttgarter Zeitung am 21.10.2026.

25.10.2026

Soweit eine Zusammenfassung einer Pressemitteilung der letzten Tage.
Aus unserer Sicht können wir das nicht unkommentiert lassen
.

1.Es wird noch immer die falsche Annahme verbreitet, die WRB sei die Lösung der Stauprobleme bei der Neckarquerung sowie des innerörtlichen Schleichverkehrs in Neckargröningen und Aldingen. Das ist nicht der Fall. Es wird mit einem Verkehrsfluss der Stufe „D“ an den neuralgischen Punkten geplant. Stufe „A“ bedeutet einen fließenden Verkehr. Aktuell haben wir stellen- und zeitweise Stufe „E“. Die geplante Verbesserung ist also marginal.Wir alle wissen, dass von der öffentlichen Hand „geplante“ Projekte allzu optimistisch angegangen werden, bezogen auf zeitliche Umsetzung, Kosten und funktionales Ergebnis. (Der Begriff Planung diskreditiert in dem Zusammenhang echte Planungen.)

Es ist also nicht davon auszugehen, dass der Verkehr flüssiger wird.

2.Das Projekt sei mehr als eine Brücke, heißt es. Es solle die Ortsteile einander näher zusammenrücken lassen. In der Tat ist das Projekt mehr als eine Brücke. Es gehört die Westrandstraße ebenfalls dazu. Eine Straße, auf der knapp 40.000 Fahrzeuge täglich fahren werden, davon knapp 8.000 Lkw. Zur Einordnung: Eine 4-spurige Autobahn (2 je Fahrtrichtung) verträgt ca. 60.000 bis 70.000 Fahrzeuge pro Tag. Also sollen hier am Rande der „Neuen Mitte“, zwischen dieser und den Ortsteilen Aldingen und im weiteren Verlauf auch Pattonville, nur etwa 1/3 weniger Fahrzeuge fahren als auf einer stark befahrenen Autobahn.

Es ist doch schwer vorstellbar, wie dies die Ortsteile Aldingen und Pattonville mit der Neuen Mitte verbinden soll. Für uns klingt das eher nach einer massiven Zäsur. Wie soll eine Neue Mitte als Zentrum funktionieren, wenn knapp die Hälfte der Menschen in Remseck davon abgeschnitten ist?

3.Wer soll das bezahlen?

Die Frage stellt inzwischen auch die Gemeinderatsfraktion der CDU. Richtig!

Nach der Absprache zwischen Gemeinde und Land bleibt ein erheblicher Teil der Kosten an der Gemeinde hängen. Die Finanzlage der Gemeinde Remseck ist bereits jetzt extrem angespannt. Es ist völlig unklar, woher das Geld kommen soll. Von der dafür erforderlichen Belebung der Konjunktur und den damit verbundenen Steuermehreinnahmen kann hier im Großraum Stuttgart mit all den aktuellen Problemen kaum ausgegangen werden.

4.Daher fordern wir als Verein „Wir für Morgen“:

Remseck, mach dich ehrlich. Du kannst dir die Westrandbrücke (WRB) nicht leisten und wirst es auch in 10 Jahren nicht können! Für dieses Projekt dringend erforderliche Investitionen, z. B. in die Schulgebäude, dürfen wegen der WRB nicht leiden.

Ein Projekt, das die Verkehrsprobleme Remsecks nicht löst und stattdessen durch die Mitte der Stadt eine Trennschneise schlägt und nicht finanzierbar ist, sollte nicht weiterverfolgt und beplant werden. Auch die Planung kostet Geld und belastet den Haushalt der Stadt, was an anderen Stellen fehlt.

Link zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung :-> https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/ludwigsburg/mammutprojekt-in-remseck-60-millionen-projekt-neue-neckarbruecke-ist-erst-2038-fertig-79573014.html

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